Wie entstand schreiben & heilen?

Von Claudia Tetz-Froböse
Schreiben

Es war ein langer Reifungsprozess,  der vor ca. 50 Jahren begann. Da entdeckte ich nämlich meine Leidenschaft für das Schreiben. Ich war von Anfang an fasziniert, welch tolle Geschichten sich in 26 Buchstaben verstecken und so schrieb ich schon als kleines Mädchen voller Begeisterung: Tagebuch, kleine Geschichten, Gedichtversuche . . .

Das Tagebuchschreiben war gleichsam der Anfang des zweiten Teils von schreiben & heilen, dem Heilen. Aber das wusste ich damals natürlich noch nicht. 

In Teenie-Zeiten bekam ich eine Ahnung davon, als ich mir Liebeskummer, Unsicherheit oder Frust von der Seele schrieb. Ja, es war tatsächlich erleichternd! Sobald das Belastende schwarz auf weiß auf dem Papier stand, wurde mir leichter ums Herz und ich konnte mich anderen Themen widmen.

Dann folgte eine lange Zeit, in der das Schreiben in den Hintergrund trat und nur in Notfällen als Ventil diente. Zu schnell war das Leben nach dem Schulabschluss, Berufsabschluss, ersten beruflichen Stationen, Abitur im 2. Bildungsweg, Studium, weiteren tiefen Berufserfahrungen mit zunehmender Übernahme von Verantwortung.

In der Zeit als junge Erwachsene fand ich selten ein Zeitfenster, in dem ich mich dem Schreiben hingeben konnte. Mehr als ein flüchtiges Notieren war es nicht – wenn überhaupt. Das Leben war so schnell und fordernd, aber auch so berauschend und glücklich machend, es brauchte meine volle Aufmerksamkeit.

Erst als junge Mutter, gefangen in einer unglücklichen Ehe, zerrissen zwischen den übergroßen Glücksgefühlen, zwei gesunde Kinder in den Armen zu halten und der immer größer werdenden Verzweiflung mit einem gefühlskalten, herrischen Ehemann zurechtkommen zu müssen, war es plötzlich wieder da. Das Schreiben!

In der Rückschau kann ich sagen: Es hat mir das Leben gerettet!

Es hat mir geholfen, mein sonniges Gemüt zu behalten, den Blick immer wieder auf etwas Schönes zu richten, meine Hoffnung in Worten auszudrücken. Ich habe mir das Leben in den verzweifeltsten Momenten einfach schöngeschrieben.

Zugleich war es mein Sammelbecken für alle schlechten Gefühle: für Angst, Verzweiflung, Hoffnungslosigkeit, Trauer, Hilflosigkeit, Abscheu, Wut . . .

Wenn ich mit niemandem über schlimme Momente reden konnte oder wollte, dann war das Papier mein geduldiger Zuhörer. Während ich schrieb, flossen die Gefühle (oft auch tränenreich) aufs Papier. Danach fühlte ich mich leer, wie leergeschrieben – aber auch unendlich erleichtert. 

Ich war es losgeworden, das Schlechte und ich konnte damit tun, was ich wollte. Es einfach aufbewahren, um es später noch einmal nachzulesen, aber – und das war wesentlich häufiger der Fall – ich konnte das Papier mit dem Unsäglichen zerknüllen, zerreißen, verbrennen, ein Schiffchen daraus basteln und dem Fluss übergeben oder einen Stein daran binden und es versenken. Ich war sehr erfinderisch und es war immer eine echte Befreiung.

Papierboot

Ich habe schreibend getrauert, angeklagt, um Hilfe geschrien und nachgedacht. Erste Ideen und Lösungsansätze für schwierige Situationen habe ich ebenfalls schreibend ausprobiert. Immer im sicheren Umfeld von Papier und Stift. Ich habe mir die Wunschzukunft geschrieben und die Wunschvergangenheit und -gegenwart gleich mit. Und je mehr ich schrieb, desto klarer wurden die Möglichkeiten.

  • Wenn eine Trennung auf dem Papier schwarz auf weiß beschrieben steht, dann kann sie auch in Wirklichkeit stattfinden.
  • Wenn ein Streitgespräch als schriftlicher Dialog mit meinen Argumenten funktioniert, dann kann ich es auch in der Realität so ausdrücken.
  • Wenn eine alleinerziehende Mutter mit zwei Kindern auf dem Papier ein erfolgreiches Leben führen kann, warum soll sie es dann nicht auch wahrhaftig leben können?

Zu dieser Zeit war ich bereits lange in der Erwachsenenbildung tätig, hatte erste Erfahrungen als Coach gesammelt, eine Fortbildung zur psychologischen Beraterin absolviert, war fasziniert von den Methoden des NLP und von verschiedenen verhaltenstherapeutischen Ansätzen. Ich hörte von narrativer Therapie und von Biographiearbeit, wuchs immer mehr in die systemische Sicht hinein und ich experimentierte schreibend mit all diesen Methoden und Ansätzen. Ich war sozusagen erst einmal mein eigenes Versuchskaninchen.

Die Idee es auch im Coaching mit meinen Klientinnen und Klienten einzusetzen, kam erst Jahre danach.

Studien belegen: Schreiben ist heilsam!

Mittlerweile weiß ich, nicht nur aus eigener Erfahrung, wie heilsam Schreiben ist. Es gibt über 200 Studien zu diesem Thema und die unterschiedlichsten Methoden der Schreib- und Poesietherapie.

Viele Experimente zeigen, dass sich das Befinden und die seelische Widerstandskraft bei den meisten Schreiberinnen und Schreibern verbessert. Einzelne Studien weisen sogar eine positive Wirkung bei posttraumatischen Belastungsstörungen, Depressionen, Essstörungen und verschiedensten Süchten nach. Und auch in der Paartherapie hat das Schreiben positive Wirkungen erzielt. So schrieben sich in einer Paartherapie sechs Paare wechselseitig Briefe. Kristina Coop Gordon von der University of Tennessee in Knoxvill berichtet, dass Wut und Enttäuschung bei den Beteiligten nachließen und stattdessen gegenseitiges Verständnis wuchs.

Das es schreiben & heilen nun online gibt, haben wir einem Spontanprojekt aus dem ersten Corona-Lockdown zu verdanken. Ursprünglich als Blogprojekt gestartet, sammelten wir von der Kreativmacherei wahre Mutmachgeschichten, bei denen Menschen persönliche Krisen bewältigten und sich letztendlich etwas rundum Positives daraus entwickelte. Die Blogartikel sind mittlerweile zu einem dicken Buch geworden |K|Riesenglück – Das Mutmachbuch.

Entscheidend waren aber die Berichte mehrerer Autoren und Autorinnen, die betonten, dass sich die entscheidende Wende ihrer Krise schreibend ankündigte. Viele haben in ihrer Verzweiflung mit dem Schreiben angefangen. Alle haben den Schreibprozess als außerordentlich hilfreich und heilsam empfunden. Viele sind dadurch zu einer Lösung gekommen. Der Ausweg aus der Krise stand erst auf dem Papier. Der Austausch über diese Erfahrungen war ausschließlich virtuell.

Der erwähnte Lockdown brachte als weiteren Aspekt einen enormen Auftragsrückgang im Coaching- und Schulungsbereich mit sich und die Lösung waren Online-Kurse und -coachings, die wir relativ schnell anbieten konnten.

Und dann wollte wohl plötzlich eine neue Synapse in meinem Hirn entstehen, denn es verknüpften sich die Online-Kurs- und -Coaching-Erfahrung mit den Mutmachgeschichten und den schreibtherapeutischen Erfahrungen  – und zack – schreiben & heilen war geboren. 🙂

Ich möchte möglichst vielen Menschen mit schreiben & heilen helfen. 

Und ganz besonders DIR!

Denn wenn du bis hierhin gelesen hast, dann geht es dir womöglich ähnlich und du suchst nach einer Möglichkeit aus deiner derzeitigen Lage herauszukommen. 

Glaub mir, ich weiß, wie es ist, traurig zu sein, sich völlig hilflos zu fühlen und wie unmöglich es in diesem Augenblick scheint, wieder glücklich zu werden. Aber ich weiß auch, dass du es in der Hand. Du kannst es schaffen. Du kannst dein Leben drehen und vom Schatten ins Licht wechseln.

Ich weiß es, weil ich es getan habe.

Und ich kenne einen Weg, den ich ❤️lich gerne mit dir teile. Wenn ich es kann, dann kannst du das auch!

Wie läuft das mit schreiben & heilen?

Es gibt beispielsweise das kostenlose 7-Tage-Training, mit dem du viele Hintergrundinformationen zum heilenden Schreiben erhältst und verschiedene Methoden einmal ausprobieren kannst. Mit diesem Wissen kannst du einfach weiterschreiben. Es hilft!

Die Selbstlernprogramme sind eine weitere Möglichkeit. Hier habe ich zwölf schwierige Lebensthemen aufgegriffen und dazu fokussiert Übungen geschaffen.

Die Methoden, wie du die Themen bearbeiten kannst, ohne erneut die belastende Situation erleben zu müssen, oder auch hilfreiche Impulse und Fragen liefere ich dir mit diesen Kursen. Schreiben kannst du immer allein, ganz für dich, zu Zeiten und an Orten, die dir angenehm sind.

Und da ich weiß, dass es Situationen im Leben gibt, in denen es finanziell schwierig ist, sich selbst etwas Gutes zu tun, sind alle Selbstlernkurse „Zahl-was-du-kannst-Kurse“ . Du kaufst den Kurs, bestimmst den Kaufpreis aber selbst.

Und wirklich – von Herzen ❤️: Zahl nur das, was du im Moment dafür aufbringen kannst. Ich will, dass du es ausprobieren und heilen kannst, dass dir das Schreiben ein ebenso hilfreicher und geduldiger Gefährte wird wie mir. Das soll nicht an einer augenblicklich finanziell angespannten Situation scheitern. Es kommen bessere Zeiten, aber jetzt brauchst du erst einmal Hilfe. Probiere es aus!

Die Online-Kurse ergänzen die Selbstlernkurse um eine persönliche Komponente. Es geht ebenfalls um zwölf besonders schwierige Lebensthemen. Du kannst alles alleine bearbeiten, musst du aber nicht! Denn es gibt es zusätzliche Audios, Videos und Online-Meetings. Es finden regelmäßig Live-Calls statt und es gibt ein geschlossenes Forum, in dem sich die Teilnehmer*innen anonym austauschen und unterstützen können und in dem ich natürlich auch aktiv bin. Besonders hilfreich und zugleich kostengünstig ist das Jahresabonnement, in dem du alle 12 Themen nach und nach bearbeitest und so das Schreiben zu einer heilsamen Routine ausbaust. 

Das Online-Coaching findet unter vier Augen statt. Nur du und ich, zu den Themen, die dich gerade bewegen. Es gibt Schreibreflexionen, deren Ergebnisse wir in unseren Online-Coaching-Stunden gemeinsam durchleuchten. Wir befassen uns ausschließlich mit deinen individuellen Fragen und Bedürfnissen.

Ja, nun weißt du, wie schreiben & heilen entstanden ist. Es war ein langer Weg. 🙂

Wie sind deine Erfahrungen mit dem Schreiben? Hattest du auch schon heilsame Erlebnisse? Schreib mir gerne in den Kommentaren. 

Alles Liebe und denk daran: Schreiben hilft!

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Titelfoto: Thom Holmes on Unsplash | Mädchen: Kinga Chichewic auf Unsplash  | Berlin: Stefan Widua auf Unsplash | Papierschiff: Bruno Kelzer auf Unsplash

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